Retour à la page d'accueil
Aide Deutsch

Die Bewohner der römischen Schweiz
und der Tod
Graburnen
Kindergräber
Brandgräber
Brandbestattung eines Schiffszimmermann
Körpergrab
Christliches Grab
Die aussergewöhnlichen Funde der Nekropole von En Chaplix
Die Grabdenkmäler von En Chaplix
Das nördliche Grabdenkmal
Das südliche Grabdenkmal
Römische Inschriften
Die Steininschriften von Aventicum
Verschiedenes
1. Stock
2. Stock
 
1
 
2

Verschiedenes

27. Mosaik mit Inschrift aus einem halböffentlichen Gebäude
Gefunden neben dem Forum in der insula 29.
Anfang 3. Jh. n. Chr.
Inschriftenkatalog Nr. 19.
Katalog der Mosaiken Nr. 2.

28. Mosaik mit der Darstellung von Herkules und Antaios (1)
Das Fussbodenmosaik besteht aus einer Abfolge von Bildfeldern, wovon das mittlere, von einem Lorbeerblattmotiv gerahmt, den Kampf zwischen Herkules und Antaios darstellt. In den mittleren Bildfeldern, die das Hauptmedaillon seitlich umrahmen, sind Jagd- und Tierkampfszenen wiedergegeben.
Antaios, ein afrikanischer König, erhielt seine Kräfte aus der Erde und musste den Erdboden berühren, um seine Gegner niederzwingen zu können. Von Antaios bedroht begann Herkules einen Ringkampf; er packte seinen Gegner bei den Schultern und hob ihn in die Höhe, damit er seine Kräfte nicht wiedererneuern konnte, erdrückte und vernichtete ihn. Herkules ist hier bekränzt, also als siegreicher Athlet dargestellt.
In den Eckquadraten sind menschliche Figuren zu erkennen, die durch ihre breiten Schultern, die Muskeln und geschwellte Brustpartie sowie durch den breiten Hals an Darstellungen von Ringkämpfern denken lassen. Ihre Köpfe sind durch ähnliche Blätterkränze geschmückt wie der des Herkules. Es handelt sich hier ganz offensichtlich um siegreiche Ringer.
Sämtliche figürlichen Motive fügen sich zu einem triumphalen Bild der körperlichen Kräfte zusammen.
Das bei der Auffindung des Mosaikes angefertigteAquarell gibt das gesamte Mosaiks wieder.
Ursprüngliche Ausmasse: 5 m x 4,5 m. Privathaus in der insula 59.
2. Viertel 3. Jh. n. Chr.
Katalog der Mosaiken Nr. 20.

29. Gladiatorenmosaik
Das fast quadratische Mosaik schmückte den mittleren Teil eines Fussbodens, vermutlich eines Speisesaales (triclinium), in dem drei Betten in Form eines U an die Wand gerückt standen. Das geometrische Muster ist so konzipiert, dass die Blicke der Tafelnden auf die Mitte hin gezogen wurden. Die stark zerstörte Darstellung in der Mitte zeigt zwei kämpfende Gladiatoren, von denen lediglich die Beine erhalten sind. Gladiatoren sind an ihren bunten Bändern leicht zu erkennen, die sie um das Knie gewickelt trugen und die ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Mannschaft anzeigten.
Ursprüngliche Grösse: 2 m x 2,5 m. Faubourg Nord, aus einem Privathaus im Norden der insula 5.
2. Hälfte 2. Jh. n. Chr.
Katalog der Mosaiken Nr. 5.

30. Kalksteinrelief mit Kopf des Gottes Sol
Die römischen Darstellungen des Gottes Sol beruhen auf der hellenistischen Ikonographie des Helios. Das Relief ist möglicherweise ein Fragment einer monumentalen Büste, die einst die Giebelmitte eines Gebäudes schmückte.
Insula 19 (?). Ende 1. Jh. n. Chr.

31. Kalksteinfigur eines sitzenden Löwen (2)
Der Löwe hat eine Tatze auf den Kopf eines Beutetieres (Stier oder Pferd) gelegt. Die Tiergruppe schmückte einen Brunnen; in die Vorderseite der Basis ist ein Hohlraum für ein Wasserrohr eingearbeitet.
Gefunden im Bereich von Derrière la Tour; stammt ursprünglich wahrscheinlich aus der insula 16 West. 1. Hälfte 2. Jh. n. Chr.

32. Wandmalerei, der sog. "rote Saal"
Diese Wandmalerei schmückte den repräsentativen Hauptraum oder den Speisesaal eines Privathauses, das im Nordost-Viertel der Stadt lag (insula 18). Der für einen Empfangsraum eher bescheidene Dekor wurde von einem erfahrenen Malerwerkstatt ausgeführt.
Eine weite Fläche nimmt der rote Grund ein, was man nördlich der Alpen selten findet. Die in regelmässigen Abständen angebrachten gliedernden Elemente bestehen aus Zierständern, die von Blätterranken und Bändern umschlungen werden, Stangenkandelabern mit sich kreuzenden Thyrsosstäben und aus linear begrenzten Lisenenstreifen. Diese vertikalen Motive werden von Bildern oder Medaillons bekrönt, die mit weiblichen Büsten, einer Komödienmaske und mit einem Vogel geschmückt sind. Die Sockelzone darunter wurde im Rahmen einer Umgestaltung 15 bis 25 Jahre später ausgemalt; sie ist aufgeteilt in gelb mit Pflanzenbüscheln bemalte Felder und schmalere bordeaurote, gesprenkelte Panneaus, die Marmorinkrustationen imitieren sollen.
Diese Wandmalerei ist ein gutes Beispiel für den sogenannten 3. pompejanischen Stil, wie man ihn in Gallien vorfindet, weist jedoch auch einige für den 4. Stil charakteristische Elemente auf. Die Einteilung der pompejanischen Wandmalerei in vier Stile geht auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Sie dient heute noch als Grundlage für die Erstellung der Chronologie und Typologie der Wandmalereien des gesamten römischen Reiches. Der 3. pompejanische Stil kommt unter Kaiser Augustus in den Jahren 20-15 vor Christus auf. Charakteristisch für diesen Stil ist die Abkehr von der vorausgehenden illusionistischen Architekturdarstellung des 2. Stils; die Wände werden jetzt mit flächigen farbigen Feldern bedeckt, die mit verschiedenen, häufig miniaturhaften Motiven geschmückt sind. Der 4. Stil, dessen Anfänge in die Zeit des Claudius (41-54 n. Chr.) datieren, bevorzugt symmetrische Muster und architektonische Gliederungselemente.
Insula 18. Um 45 n. Chr.

           
 
Römermuseum Avenches - Postfach 237 - CH-1580 Avenches
Tel.: +41 (0)26 675 17 27 - Sekretariat: +41 (0)26 557 33 00 - Fax: +41 (0)26 557 33 13 - musee.romain@vd.ch
April bis September : Dienstag bis Sonntag - 10h-12h und 13h-17h (ganze Woche geöffnet im Juni)
Oktober bis März : Dienstag bis Sonntag - 14h -17h