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Christliches Grab
(Vitrine 5 und Schublade)
Körperbestattung eines jungen Mädchens
Westtor-Nekropole. Mitte 4. Jh. n. Chr.
Die Verstorbene wurde in einem Eichenstamm bestattet. Ihr wurden reiche Beigaben ins Grab gelegt: ein Bronzekrug, eine Flasche und zwei Becher aus Glas, ein Topf oder Becher aus Lavezstein, ein Tonschälchen, ein Bronzelöffel, der z. T. versilbert ist, eine Halskettte mit Perlen aus Glas und Gagat, ein Armband aus Gagat und vier Stäbchen aus Bein (nicht ausgestellt).
Die beiden Glasbecher tragen eingeritzte Inschriften, die zu den ältesten Zeugnissen der christlichen Religion in der Westschweiz zählen. Auf dem grösseren Gefäss steht in lateinischer Sprache:
Vivas in Deo
" Mögest du leben in Gott! "
Dies ist ein klarer Hinweis auf die Hoffnung auf Auferstehung. Auf dem kleineren Gefäss ist eine Aufforderung auf Griechisch eingeritzt, die nur noch teilweise erhalten ist. Sie wurde abgekürzt und mit lateinischen Buchstaben geschrieben:
Pie zezes
" Trinke, auf dass du lebest! "
Diese Formel drückt die Glaubensgewissheit, durch die Kommunion das ewige Leben zu erhalten.
1. Bronzekrug.
2. Glasflasche.
3. Glasbecher mit Inschrift: vivas in Deo. " Mögest du leben in Gott! "
4. Glasbecher mit Inschrift: pie zezes. " Trinke, auf dass du lebest! "
5. Bronzelöffel.
6. Topf oder Becher aus Lavez.
7. Schälchen aus Ton.
8. Halskette mit Perlen aus Glas und Gagat.
9. Armband aus Gagat.
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