 |
|
 |
Brandbestattung eines Schiffszimmermanns (?)
(Vitrine 3 und Schublade)
Brandbestattung eines erwachsenen Mannes, vielleicht eines Schiffszimmermanns
Hafen-Nekropole. Anfang 2. Jh. n. Chr.
Als Urne diente ein Holzkästchen von ca. 35 cm auf 35 cm (nicht erhalten), in dem sich ausser den verbrannten Knochenresten des Toten auch Eisenteile fanden, von denen einige möglicherweise von dem Kästchen selber stammen, sowie drei Werkzeuge, die nicht mit dem Toten zusammen verbrannt worden sind. Die Nähe des Fundortes zum Hafen wie auch die beiden Werkzeuge, die zum Bearbeiten von Holz bestimmt waren, haben die Ausgräber zur Annahme veranlasst, dass es sich bei dem Toten um einen Schiffszimmermann handeln könnte, der in seiner "Werkzeugkiste" bestattet wurde. Auf das Kästchen waren zahlreiche, auf dem Scheiterhaufen mitverbrannte Beigaben gelegt worden, u. a. auch Tierknochenreste (vor allem vom Schwein).
10. Holzkiste zur Bergung des Leichenbrandes. Erhalten sind nur die Scharniere, Eisenbeschläge mit Nagel, eine Klammer und ein Nagel aus Eisen.
11. Bronzegriff der Kiste (?).
12. Eisensäge, zusammengeklappt, damit sie in die Kiste passt.
13. Eisendechsel.
14. Eisenzange, deren elastischer Griff durch ein Bronzeband verstärkt ist.
15. Eisenschlüssel.
16. Zahlreiche Tongefässe, ganz oder teilweise verbrannt. Importiertes Tafelgeschirr (Platte, Teller, Schälchen, Näpfe), einheimische Produkte (Töpfe, Becher, Krug, Schale), Küchengeschirr (Reibschüssel).
17. Henkelfragment einer Glasflasche.
18. Perle aus Glaspaste.
19. Bronzemünze, datiert wahrscheinlich in die 2. Hälfte des 1. Jhs. n. Chr.
20. Eisennägel.
|
  |