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Ein typisches römisches Haus
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beleuchtung
(Vitrine 6)

Für die Beleuchtung des römischen Hauses sorgten Lampen oder Kerzen, während ausserhalb des Hauses Fackeln oder Laternen verwendet wurden. Da die Qualität dieses künstlichen Lichts nicht besonders gut war, verlegte man die Aktivitäten eher auf den Tag.
Die gallo-römischen Häuser erhielten ein wenig natürliches Licht durch Fenster- oder Türöffnungen, die in der Nacht durch hölzerne Läden verschlossen wurden. Nur in den Häusern reicher Leute gab es verglaste Fenster. Auch die Thermen waren stets damit ausgestattet. Eine Glasscheibe (Nr. 3-5) besass eine Seitenlänge von 20 cm bis 40 cm; sie wurde entweder in einem Holzrahmen oder mit Mörtel direkt in die Fensteröffnung eingesetzt.
Künstliches Licht lieferten Lampen, die meist aus Ton, manchmal aber auch aus Bronze oder Eisen gefertigt waren und in denen man Öl oder Talg verbrannte.
Die aus dem Mittelmeerraum importierten Tonlampen (Nr. 13-20) trugen häufig einen Dekor sowie den Stempel des Herstellers (Nr. 18). Der Docht wurde durch eine geschlossene Schnauze gezogen und zog das eingefüllte Olivenöl minderer Qualität auf. Einige Bronzelampen waren mit einer Hängevorrichtung versehen, die es erlaubte, die Lampe an die Decke oder an einen Kandelaber zu hängen.
Die einheimischen Lampen (Nr. 8-12, 24) haben die Form eines offenen Schälchens mit einer kleinen Schnauze, aus welcher der in Talg schwimmende Docht herausragt. Als Beleuchtung dienten auch Kerzenleuchter aus Ton (Nr. 9-11), seltener aus Bronze (Nr. 25).

1-2. Laternenständer aus Bronze.
3-5. Fragmente von Fensterglas.
6-7. Schaft und Fuss eines Bronzekandelabers.
8. Talglampe aus Eisen.
9-12. Talglampen aus Terrakotta.
13-20. Öllampen aus Terrakotta (1).
21. Figürlicher Henkel einer Bronzelampe mit der Darstellung eines Panthers.
22-23. Bronzene Öllampen (2).
24. Talglampe aus Bronze.
25. Bronzeleuchter (?) in Form eines Pfauen.


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