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(Vitrine 4)
Spiele waren in römischer Zeit weit verbreitet. Es gab Glücks-, Strategie- und Geschicklichkeitsspiele, die alle sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen gern gespielt wurden.
Glücksspiele
Um sich die Zeit zu vertreiben oder sein Glück herauszufordern, boten sich mit einem oder mehreren Würfeln vielfältige Möglichkeiten. Manche Würfel waren so manipuliert, dass die gewünschte Zahl aufgrund des ungleich verteilten Gewichts öfter erschien: Der Mensch hat, wenn er gewinnen wollte, schon immer versucht zu schummeln !
Das Astragalspiel mit Tierknöchelchen war ebenfalls sehr beliebt (Nr. 33). Jeder Seite dieser kleinen Knochen vom Hinterlauf eines Schafes, die unterschiedlich geformt waren, war ein bestimmter Wert zugeordnet. Die Knöchelchen wurden auf den Handrücken gelegt und dann in die Luft geworfen. Der Spieler erhält entsprechend der Seite, die nach oben zeigt, mehr oder weniger Punkte.
Strategiespiele
Strategiespiele waren bei den Römern besonders beliebt. Sie schärfen den Verstand, bedürfen der vorausschauenden Überlegung und einiger Konzentration.
Das Mühlespiel findet man beispielsweise relativ häufig. Genau wie heute spielt man das Spiel zu zweit, jeder Spieler hat neun Spielsteine zur Verfügung.
Beim Spiel mit den zwölf Linien geht es sowohl um Glück als auch um Strategie. Auf einer Spieltafel (Nr. 31) bewegen zwei Spieler ihre 12 oder 15 Spielsteine gemäss der Punktzahl von zwei oder drei Würfeln. Die Rekonstruktion einer solchen Spieltafel finden Sie zum Nachspielen in unserem Museum!
Gechicklichkeitsspiele
Für viele Geschicklichkeitsspiele wurden Gegenstände aus organischem Material verwendet, von denen nur noch selten Reste erhalten sind: Kreisel, Reifen und Kegel aus Holz oder Schnüre und Nüsse kennen wir fast nur durch Abbildungen.
Nüsse wurden von den Kindern für alle möglichen Spiele benutzt, z. B. musste man sie in eine Amphore werfen, sie konnten auch zu einem Haufen aufgeschichtet werden, auf den man mit einer weiteren Nuss zielte, oder es wurde ein Dreieck auf dem Boden markiert, in verschiedene Felder mit unterschiedlichen Punktwerten unterteilt, die dann mit den Nüssen getroffen werden sollten (Delta-Spiel).
1. Kopf einer kindlichen Figur (Amor) aus Stein.
2. Marmorkopf eines Mädchens.
3. Kalksteinkopf eines Mädchens (antike Kopie von Nr. 2).
4. Teil eines Spieltisches aus Stein für das Spiel mit den zwölf Linien (1).
5-12. Spielsteine aus Bein.
13-20. Spielsteine aus Glas.
21-25. Aus den Scherben von Tongefässen ausgeschnittene Spielsteine.
26. Aus einer Bronzetafel herausgeschnittener Spielstein.
27. Aus einem Glasgefäss herausgeschnittener Spielstein.
28-29. Als Spielsteine verwendete Bronze- und Silbermünzen.
30-31. Spielsteineset aus Kieseln und einem Spielstein aus Bein.
32-36. Würfel aus Bein und Bronze.
37. Tonbecher zum Werfen von Würfeln.
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