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Die orientalischen Kulte
(Vitrine 19)
Um die Mitte des 2. Jhs. n. Chr. verlor die keltische Religion ihre Anziehungskraft und konnte die Erwartungen der Gläubigen nicht mehr befriedigen. So erklärt sich auch der Erfolg der neuen, aus dem Osten stammenden Religionen, die es verstanden, die Ängste der Menschen zu besänftigen und die auch den Schwächsten und Ärmsten ein glückliches Leben im Jenseits in Aussicht stellten.
Während den Kulten der ägyptischen Götter Isis und Serapis, des Iuppiter Ammon (Vitrine 19, Nr. 1-2) oder des Sabazius (Vitrine 19, Nr. 3-4) in Gallien ein etwas geringerer Erfolg beschieden war, konnten die Mysterienkulte der Cybele, des Attis und des Mithras zahlreiche Anhänger auf sich vereinigen.
Vitrine 19
1. Iuppiter Ammon. Öllämpchen aus Terrakotta.
2. Iuppiter Ammon. Man erkennt ihn an den Widderhörnern. Bronzeapplike.
3. Votivhand aus Bronze aus dem Sabaziuskult (1). Auf dem Daumen erkennt man einen Pinienzapfen, in der Handinnenfläche, zwischen Zeigefinger und Mittelfinger, befindet sich eine Sabaziusbüste, zwischen den gebogenen Ringfinger und den kleinen Finger ist eine Merkurbüste gesetzt. An der rechten Handaussenseite rankt ein Zweig empor; das Handgelenk ist mit einem Glöckchen und einer Schlange verziert. Auf der Handaussenfläche, zwischen Daumen und Zeigefinger erkennt man die Büste der Cybele, zwischen dem Zeigefinger und dem Mittelfinger eine Bacchusbüste und zwischen Ringfinger und kleinem Finger einen Widderkopf; auf dem Handrücken befinden sich eine Eidechse, ein Kantharos, eine Schildkröte und ein Frosch. Am unteren Abschluss des Handgelenks ist eine liegende Frau mit einem Kind dargestellt.
1.-2. Jh. n. Chr.
4. Tongefäss, wahrscheinlich aus dem Kult des Sabazius oder des Mithras (2). An beiden Henkeln winden sich Schlangen empor. Auf der Gefässwand erscheinen Eidechsen und Schildkröten.
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