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Echte und falsche Münzen
(Vitrine 15)
Das Porträt des Kaisers und die Legende mit seinem Namen waren der Garant für den Geldwert einer Münze. Die Personifikation MONETA AUGUSTA (die kaiserliche Münze) trägt als Attribut eine Waage in der Hand (Vitrine 15, Nr. 21). Sie ist ein Symbol für die imperiale Herrschergewalt und drückt gleichzeitig das stete Bemühen um die Kontrolle stabiler Münzwerte aus.
Eine besondere Entdeckung während der Ausgrabungen des Tempels in der Flur Derrière la Tour 1996 ist eine Münzwaage mit festem Gewicht (Vitrine 15, Nr. 22), ein Beleg für die Kontrolle des Münzgewichts auch in Avenches. Mithilfe einer solchen Waage konnten zu leichte Denare erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden. Nicht möglich war damit jedoch die Unterscheidung eines "guten" Silberdenars (Vitrine 15, Nr. 23-24) von einem falschen Denar aus versilbertem Kupfer (Vitrine 15, Nr. 25-26) oder einem gegossenen Denar, dessen Silbergehalt viel zu gering war (Vitrine 15, Nr. 27). Diese verschiedenen Imitationen konnten sehr wohl dem erforderlichen Standardgewicht entsprechen. In Avenches, wie überall in den römischen Provinzen, waren falsche Denare in grosser Zahl in Umlauf. Es gab sogar Fälschungen, die kein Edelmetall enthielten, wie z. B. Münzen aus Eisen mit Kupferüberzug (Vitrine 15, Nr. 28-29).
Vitrine 15
21. As, auf der Rückseite ist die Personifikation der Münze (Moneta) mit einer Waage in der Hand dargestellt.
22. Münzwaage mit festem Gegengewicht aus iulisch-claudischer Zeit. Diese Waage diente der Schnellkontrolle von Silberdenaren.
23. Denar, Silber, Augustus (27 v. Chr.-14 n. Chr.).
24. Denar, Reichsprägung, Silber (mit Kontrollmarke in Form eines Z), Augustus.
25. Falscher Denar, Kupferstück mit Silberüberzug, Nero (1).
26. Falscher Denar, Kupferstück mit Silberüberzug, Domitian.
27. Gegossener falscher Denar, Legierung mit geringem Silberanteil.
28. Falscher Sesterz, Eisenstück mit Kupfer(?)-Überzug, Marc Aurel.
29. Falscher Dupondius oder As, Eisenstück mit Kupfer(?)-Überzug, Marc Aurel für Faustina II. |
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