Musik
(Vitrine 14)
Musik war im Leben der Römer überall präsent. Sie diente nicht nur als Begleitung bei Aufführungen und Wettkämpfen, sondern kam auch bei öffentlichen oder privaten Feierlichkeiten zum Einsatz, wie z. B. bei Banketten, Hochzeiten, Begräbnissen, Triumphzügen, Prozessionen oder Opferhandlungen.
Die Fragmente einer Orgel (1), die in Aventicum zu Tage kamen (Vitrine 14, Nr. 7), sind von besonderer Bedeutung. Aus der gesamten römischen Welt sind mit diesem nur drei solcher Instrumente bekannt.
Vitrine 14
1-2. Kleine Zimbeln aus Bronze (Cymbala).
3. Rahmenende einer Lyra (?) aus Hirschhorn.
Anfang 1. Jh. n. Chr.
4. Amor beim Kitharaspiel. Elfenbeinmedaillon.
5. Amor beim Kitharaspiel. Öllampe aus Terrakotta (1).
6. Darstellung einer Kithara aus Elfenbein. Dieses Objekt diente wahrscheinlich als Dekor eines Möbelstücks.
7. Bronzene Teile einer Wasserorgel (2). Fragmente der sechsregistrigen Windlade und eines Tonschieber, an dessen Stirnseite man die römische Ziffer VIIII erkennen. Die Orgel besass ursprünglich 12 Tasten.Gefunden in der Palastvilla von Derrière la Tour.
8. Plektron, wahrscheinlich aus Schildplatt; damit schlug man die Saiten der Lyra oder der Kithara.
9. Rechter Arm einer Bronzestatue; zwischen Daumen und Zeigefinger befindet sich ein Plektron in der Form einer Löwentatze.
10. Rechter Arm der Bronzestatue eines Flötenspielers.

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